Unsere Angebote
Was wir anbieten
Consors-Betriebe – Werkstatt für behinderte Menschen
Aufgabe unserer Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung ist es, im Sinne der Rehabilitation, durch pädagogisch vermittelte sowie sozial, therapeutisch, medizinisch und psychologisch begleitete Arbeit einen Weg ins Berufsleben zu finden und zu gestalten.
Berufsbildungsbereich
Im Berufsbildungsbereich führen wir Rehabilitationsmaßnahmen durch mit dem Ziel, den Menschen mit psychischer Behinderung / Erkrankung zu qualifizieren für
- die Rückkehr in den erlernten Beruf,
- die Teilnahme an einer Ausbildung / Umschulung, oder
- die Integration in den Arbeitsbereich unserer Werkstatt.
Arbeitsbereich
Der Arbeitsbereich ist ein vorübergehendes oder dauerhaftes Arbeitsplatzangebot für Menschen, die auf Grund ihrer psychischen Behinderung / Erkrankung (noch) nicht wieder in ihren Beruf zurückkehren können oder über keine Berufspraxis verfügen.
Wir bieten Arbeitsplätze in den Bereichen EDV (Internet-Arbeitsplätze, Datenbankpflege, Textverarbeitung), Offsetdruck / Repro, Mailing / Versand / Verpackung sowie in unserer hauseigenen Töpferei.
Arbeitsbegleitende Angebote
Ergänzend bieten wir während der Arbeitszeit
- allgemeine, lebenspraktische Beratung und Unterstützung (Behördenangelegenheiten, berufliche Orientierung etc.),
- psychosoziale und psychologische Beratung und Unterstützung,
- Vermittlung / Förderung von Kommunikations- und Problemlösungskompetenz sowie von Bewältigungsstrategien in Gruppen,
- Förderung kognitiver, psychischer und kreativer Fähigkeiten und Fertigkeiten in Gruppen,
- Sport und Bewegung (Entspannungstechniken, Körperwahrnehmung, Fußball etc.) in Gruppen- und Einzelangeboten.
Vollstationäres Wohnen
Der Wohnbereich der fwg bietet Menschen in seelischer Not je nach Schwere und Ausmaß ihrer psychischen / seelischen Gefährdung, Erkrankung oder Behinderung angemessene Hilfen im Rahmen eines ganzheitlichen, gestuften und dezentralen Verbundsystems mit der Zielsetzung, ihnen eine dauerhafte Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen.
Die Aufgliederung in zehn dezentrale, entwicklungsorientiert aufeinander aufbauende Wohngruppen im Stadtgebiet von Frankfurt am Main für Übergangs- und Dauerwohnen ermöglicht eine an der Normalität orientierte Alltagsgestaltung.
Wir verstehen Wohnen als Lernfeld sowie als Rahmen für positive Entwicklung und persönliches Wachstum. Professionelle Hilfe und Unterstützung konzentriert sich daher auf rehabilitative und präventive Angebote mit der Zielsetzung, Beeinträchtigungen, Behinderungen und Störungen, die als Folge der Erkrankung entstanden sind, sowie im Vorfeld der Erkrankung entstehenden Belastungen mit individuellen Angeboten zu begegnen. Dies soll die Bewohnerinnen und Bewohner dazu befähigen, in einem möglichst normalen sozialen Kontext zu leben.
Schwerpunkte der Hilfs-, Unterstützungs- und Förderangebote sind neben dem Sicherstellen der Grundversorgung (Zimmer, Nahrung, Kleidung etc.):
- Erreichen einer größtmöglichen Selbständigkeit in lebenspraktischen Fähigkeiten zur Alltagsbewältigung (Hygiene, Finanzen, Freizeitgestaltung etc.),
- (Wieder-)Erlernen eines angemessenen Umgangs mit angstbesetzten Alltagssituationen,
- Auseinandersetzung mit dem eigenen Krankheitsgeschehen und der veränderten Lebenssituation,
- (Wieder-)Erlangen eines positiven Selbstbildes,
- aktive Gestaltung des Lebensumfeldes,
- (Wieder-)Erwerb von sozialer Kompetenz mit dem Ziel der Verwirklichung einer möglichst selbständigen Lebensführung,
- Erschließen neuer sozialer Kontakte sowie kultureller Ressourcen.
Psychosoziales Zentrum – Offene Stadtarbeit der fwg
Die Offene Stadtarbeit der frankfurter werkgemeinschaft e.V. entwickelt und trägt Angebote in allen Leistungsbereichen eines Psychosozialen Zentrums für das Standardversorgungsgebiet Frankfurt-Ost.
Diese umfassen derzeit folgende Dienste und Einrichtungen:
- die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle Frankfurt-Ost als leicht zugängliches, individuelles, auf Kontakt, Beratung und Unterstützung abgestimmtes Hilfeangebot
- das Betreute Einzelwohnen
als ambulante Betreuung im Bereich Wohnen mit dem Ziel, zu eigenverantwortlichem Leben in der eigenen Wohnung zu befähigen
- die Tagesstätte Frankfurt-Ost
als Angebot zur Tagesstrukturierung und zur Entwicklung von sozialen Kontakten und sinnvoller Beschäftigung
- die Begegnungsstätte für Freizeit-Ferien-Kultur –
mit vielfältigen, differenzierten und integrativen Angeboten zur Gestaltung von Freizeit, Ferien und Kultur.
Zur Offenen Stadtarbeit gehört weiterhin das Heinrich-Hoffmann-Museum als Zentrum für Öffentlichkeits- und Kulturarbeit.
Die vorrangige Aufgabe der Offenen Stadtarbeit ist die personale und soziale Eingliederung von Menschen mit psychischer Erkrankung oder Behinderung vorübergehend und auf Dauer zu vermitteln, zu fördern und zu sichern, sowie eine eigenständige Lebensgestaltung zu erhalten oder zu verwirklichen.
Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle
Die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle (PSKB) ist ein leicht zugängliches, individuelles Hilfeangebot für Menschen mit psychischer Erkrankung / seelischer Behinderung , solchen, die davon bedroht sind, sowie deren Angehörige und Personen aus dem sozialen Umfeld und für Menschen in Lebenskrisen.
Sie ist für alle rat- und hilfesuchenden Menschen aus dem genannten Personenkreis erreichbar und bietet Kontakt, Information, Beratung, Unterstützung oder bedarfsgerechte Vermittlung durch fachlich kompetente Gesprächspartner.
Die Angebote und Aufgaben der PSKB umfassen:
- Angebote zur Kontaktaufnahme und Klärung des Hilfebedarfs
- Beratung, insbesondere Einzel- oder Gruppengespräche zur Klärung der Situation, Information und Vermittlung
- mittel- und langfristigen Begleitung und Unterstützung
- gemeinschaftsstiftende Angebote zur Gestaltung sozialer Beziehungen
- Aktivitäten zur Mitwirkung und Kooperation innerhalb des gemeindepsychiatrischen Versorgungsgebietes
Diese Angebote zielen insbesondere darauf ab:
- Für Menschen in einer seelischen und/oder sozialen Notlage ein leicht zugängliches Umfeld und Gesprächspartner anzubieten, die den Menschen anhören und akzeptieren,
- durch konkrete und fachlich kompetente Unterstützung und Interventionen, die seelische und/oder soziale Not zu lindern und abzuwenden,
- durch Information und Beratung kurz- und langfristige Perspektiven zu entwickeln,
- an den vorhandenen Fähigkeiten anzuknüpfen, Selbsthilfepotentiale zu fördern und tragfähige soziale Netze zu erhalten oder zu stärken.
Begegnungsstätte für Freizeit-Ferien-Kultur
Die Begegnungsstätte für Freizeit-Ferien-Kultur ist ein offenes Angebot des Psychosozialen Zentrums im Standardversorgungsgebiet Frankfurt-Ost. Ihre vielfältige Aktivitäten zur gemeinsamen Gestaltung von Freizeit und Ferien, zur persönlichen Bildung und zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben stellen ein eigenständiges integratives Hilfeangebot für Menschen mit psychischer Erkrankung / seelischer Behinderung dar.
Menschen mit psychischer Erkrankung / Behinderung leiden verstärkt unter Einsamkeit, Isolation und Anonymität in der Großstadt. Dagegen schaffen die Angebote der Begegnungsstätte einen Rahmen und Gelegenheiten zu Begegnung, Kennenlernen und nachbarschaftlichen Kontakten im Stadtteil. Sie tragen damit zur Gestaltung eines die seelische Gesundheit fördernden Lebensumfeldes in der Großstadt Frankfurt bei.
Die entwickelten Angebote und Aktivitäten orientieren sich an den allgemeinen Freizeitbedürfnissen. Eine möglichst breite inhaltliche Ausrichtung soll den unterschiedlichen Interessen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Rechnung tragen. Die Angebote stellen ein Gegengewicht zum oft belastend erlebten Alltag dar und dienen so dem Erhalt und der Regeneration seelischer Gesundheit. Die Angebote zielen darauf:
- soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen und Isolation zu überwinden
- Normalität zu erleben und diese von krankheitsbedingter Wahrnehmung zu unterscheiden
- Integration und Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft zu erfahren
- Erholung und Entlastung vom Alltag zu finden
- neue Interessen zu wecken, die mit eventuell veränderten Lebensrealitäten vereinbar sind
- Selbsthilfepotentiale und Eigeninitiative zu entwickeln
- neue Erfahrungen zu machen, Autonomie und Freiraum zu erleben
- Selbstvertrauen zu entwickeln
- Vorurteile gegenüber psychisch erkrankten Menschen abzubauen
Betreutes Einzelwohnen für Menschen mit seelischer Behinderung
Das Betreute Einzelwohnen (BEW) ist ein sozialpsychiatrisches Angebot des Psychosozialen Zentrums im Standardversorgungsgebiet Frankfurt-Ost für Menschen mit psychischer Erkrankung oder Behinderung und Menschen, die hiervon bedroht sind.
Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Plätze bietet das Betreute Einzelwohnen eine kontinuierliche und regelmäßige Beziehung, Begleitung und Unterstützung an.
Die kontinuierliche Unterstützung ist ein Angebot, um in der eigenen Wohnung die Fähigkeit zum eigenständigen Leben in der Gesellschaft zu erhalten und zu verwirklichen, und ein Rahmen, um Perspektiven auch in anderen Lebensbereichen zu entwickeln.
Ziel ist der Verbleib oder die Eingliederung in soziale und tagesstrukturierende Lebensräume, sowie ein selbstbestimmter und adäquater Umgang mit der psychischen Erkrankung / seelischen Behinderung.
Nach dem Prinzip der Hilfe zur wachsenden Selbsthilfe soll damit auch die Unabhängigkeit von stationärer und teilstationärer Hilfe im Wohnen erreicht und erhalten werden (Enthospitalisierung).
Die Unterstützung zielt insbesondere darauf ab:
- selbständig den Alltag zu bewältigen ( Umgang mit Geld, Haushaltsführung, Selbstversorgung, ...)
- mit der eigenen Erkrankung/Behinderung auch im Krisenfall adäquat umzugehen
- soziale Kontakte zu entwickeln und zu gestalten
- Freizeit zu gestalten und soziale Kontakte, Freundschaften und Partnerschaft aufzunehmen und zu pflegen
- eine Erwerbstätigkeit oder sonstige geeignete Beschäftigung auszuüben
Tagesstätte für Menschen mit seelischer Behinderung
Die Tagesstätte ist ein Angebot des Psychosozialen Zentrums im Standard-versorgungsgebiet Frankfurt-Ost zur kontinuierlichen Unterstützung bei der Gestaltung des Tages.
Die Tagesstätte bietet für Menschen mit psychischer Erkrankung oder Behinderung oder Menschen, die hiervon bedroht sind, einen stabilisierenden Rahmen, um ihren Tag gemeinsam mit anderen in einer Gruppe zu verbringen und sinnvoll zu gestalten.
Die gemeinsame Gestaltung des Tages in einer Gruppe soll für die BesucherInnen ein selbstbestimmtes Leben im sozialen Umfeld ermöglichen und dabei helfen, in der Gestaltung des Alltags gesunde Anteile und eigene Ressourcen zu entdecken, Kompetenzen zu entwickeln und diese zu nutzen.
Die Angebote zielen insbesondere auf:
- den Erwerb sozialer Kompetenzen
- den Erhalt und die Erweiterung lebenspraktischer Fähigkeiten
- das Erlernen von Regeln und Strukturen
- das Erlernen und den Ausbau sozialer Kontakte
- die Hinführung zu (Re)-Integration ins berufliche Leben
- die Auseinandersetzung mit der Erkrankung
- den Umgang mit der besonderen Lebenssituation
Durch die Stabilisierung im sozialen Umfeld und die Entwicklung von Perspektiven wird angestrebt, eine möglichst umfassende Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu erreichen und vor allem auch die Inanspruchnahme von weitergehenden und stationären Hilfen (Heimunterbringung und Klinikaufenthalte) zu reduzieren bzw. zu vermeiden.
Internetauftritt das letzte mal aktualisiert am 07/11/2011 um 10:52.